Allgemeine Einkaufsbedingungen der Erich Jaeger GmbH + Co. KG



Allgemeine Geschäftsbedingungen der Erich Jaeger GmbH + Co. KG ("Besteller") für den Bezug von Produktionsmaterial und Ersatzteilen, die für das Automobil bestimmt sind sowie Betriebsmitteln, Hilfs- und Betriebsstoffen von ihren Vertragspartnern ("Lieferanten")

Teil A Produktionsmaterial und Ersatzteile

I. Maßgebende Bedingungen

Die Rechtsbeziehungen zwischen Lieferant und Besteller richten sich nach diesen Bedingungen und etwaigen sonstigen Vereinbarungen. Änderungen und Ergänzungen bedürfen der Schriftform. Andere Allgemeine Geschäftsbedingungen gelten auch dann nicht, wenn ihnen im Einzelfall nicht ausdrücklich widersprochen wurde.

 

II. Bestellung

  1. Lieferverträge (Bestellung und Annahme) und Lieferabrufe sowie ihre Änderungen und Ergänzungen bedürfen der Schriftform. Lieferabrufe können auch durch Datenfernübertragung erfolgen.
     
  2. Nimmt der Lieferant die Bestellung nicht innerhalb von drei Wochen seit Zugang an, so ist der Besteller zum Widerruf berechtigt. Lieferabrufe werden verbindlich, wenn der Lieferant nicht binnen zwei Wochen seit Zugang widerspricht.
     
  3. Der Besteller kann im Rahmen der Zumutbarkeit für den Lieferanten Änderungen des Liefergegenstandes in Konstruktion und Ausführung verlangen. Dabei sind die Auswirkungen, insbesondere hinsichtlich der Mehr- und Minderkosten sowie der Liefertermine, angemessen einvernehmlich zu regeln.

 

III. Zahlung

  1. Die Zahlung erfolgt, wenn nicht abweichend vereinbart, nach Wahl des Bestellers mit 3% Skonto jeweils am 25. des auf Lieferung und Rechnungseingang folgenden Monats oder 90 Tage ohne Abzug nach Lieferung und Rechnungseingang. Bei Annahme verfrühter Lieferungen richtet sich die Fälligkeit nach dem vereinbarten Liefertermin.
     
  2. Die Zahlung erfolgt durch Überweisung.
     
  3. Bei fehlerhafter Lieferung ist der Besteller berechtigt, die Zahlung wertanteilig bis zur ordnungsgemäßen Erfüllung zurückzuhalten.
     
  4. Der Lieferant ist ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Bestellers, die nicht unbillig verweigert werden darf, nicht berechtigt, seine Forderungen gegen ihn abzutreten oder durch Dritte einziehen zu lassen. Bei Vorliegen von verlängertem Eigentumsvorbehalt gilt die Zustimmung als erteilt.

 

IV. Mängelanzeige

Mängel der Lieferung hat der Besteller, sobald sie nach den Gegebenheiten eines ordnungsgemäßen Geschäftsablauf festgestellt werden, dem Lieferanten unverzüglich schriftlich anzuzeigen. Insoweit verzichtet der Lieferant auf den Einwand der verspäteten Mängelrüge.

 

V. Geheimhaltung

  1. Die Vertragspartner verpflichten sich, alle nicht offenkundigen kaufmännischen und technischen Einzelheiten, die ihnen durch die Geschäftsbeziehungen bekannt werden, als Geschäftsgeheimnis zu behandeln.
     
  2. Zeichnungen, Modelle, Schablonen, Muster und ähnliche Gegenstände dürfen unbefugten Dritten nicht überlassen oder sonst zugänglich gemacht werden. Die Vervielfältigung solcher Gegenstände ist nur im Rahmen der betrieblichen Erfordernisse und der urheberrechtlichen Bestimmungen zulässig.
     
  3. Vorlieferanten sind entsprechend zu verpflichten.
     
  4. Die Vertragspartner dürfen nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung mit ihrer Geschäftsverbindung werben.

 

VI. Lieferung, Liefertermine, und - fristen, Lagerhaltung und Weiterbelieferung

  1. Falls nicht abweichend vereinbart, erfolgt die Lieferung ab Werk.
     
  2. Vereinbarte Termine und Fristen sind verbindlich. Der Lieferant hat die Ware unter Berücksichtigung der üblichen Zeit für Verladung und Versand rechtzeitig bereitzustellen.
     
  3. Auf Verlangen des Bestellers ist der Lieferant verpflichtet, ohne zusätzliche Vergütung ständig einen über die jeweilige Liefermenge hinausgehenden angemessenen Lagerbestand zu halten.
     
  4. Der Lieferant ist verpflichtet, den Besteller auf dessen Verlangen über den vereinbarten Zeitraum hinaus zu beliefern, wenn dem keine zwingenden Gründe entgegenstehen. Unabhängig davon sind derartige Gründe dem Besteller unverzüglich mitzuteilen

 

VII. Lieferverzug

  1. Der Lieferant ist dem Besteller zum Ersatz des Verzugsschadens verpflichtet. Dies gilt nicht für entgangenen Gewinn und Schäden aus Betriebsunterbrechung.
     
  2. Bei leichter Fahrlässigkeit beschränkt sich der Schadensersatz auf Frachtmehrkosten, Nachrüstkosten, und nach fruchtloser Nachfristsetzung oder bei Wegfall des Interesses an der Lieferung auf die Mehraufwendungen für Deckungskäufe.
     
  3. Bei der Höhe des Schadensersatzes sind nach Treu und Glauben die wirtschaftlichen Gegebenheiten des Lieferanten, Art, Umfang und Dauer der Geschäftsverbindung sowie gegebenenfalls auch der Wert des Zulieferteils zugunsten des Lieferanten angemessen zu berücksichtigen.

 

VIII. Höhere Gewalt

Höhere Gewalt, Arbeitskämpfe, Unruhen, behördliche Maßnahmen und sonstige unvorhersehbare, unabwendbare und schwerwiegende Ereignisse befreien die Vertragspartner für die Dauer der Störung und im Umfang ihrer Wirkung von den Leistungspflichten. Dies gilt auch, wenn diese Ereignisse zu einem Zeitpunkt eintreten, in dem sich der betroffene Vertragspartner in Verzug befindet. Die Vertragspartner sind verpflichtet, im Rahmen des Zumutbaren unverzüglich die erforderlichen Informationen zu geben und ihre Verpflichtungen den veränderten Verhältnissen nach Treu und Glauben anzupassen.

 

IX. Qualität und Dokumentation

  1. Der Lieferant hat für seine Lieferungen die anerkannten Regeln der Technik, die Sicherheitsvorschriften, die vereinbarten technischen Daten sowie die ERICH JAEGER-Qualitätssicherungsvorschrift "Anforderungen an das Qualitätssicherungssystem von Lieferanten" einzuhalten. Änderungen des Liefergegenstandes bedürfen der vorherigen schriftlichen Zustimmung des Bestellers. Soweit nicht in den ERICH JAEGER-Qualitätssicherungsvorschriften abweichend geregelt, wird für die Erstmusterprüfung auf die VDA-Schrift "Sicherung der Qualität von Lieferungen in der Automobilindustrie - Lieferantenbewertung, Erstmusterprüfung", Frankfurt am Main (neueste Ausgabe), hingewiesen. Unabhängig davon hat der Lieferant die Qualität der Liefergegenstände ständig zu überprüfen. Die Vertragspartner werden sich über die Möglichkeiten einer Qualitätsverbesserung gegenseitig informieren.
     
  2. Sind Art und Umfang der Prüfungen sowie die Prüfmittel und -methoden zwischen dem Lieferanten und dem Besteller nicht fest vereinbart, ist der Besteller auf Verlangen des Lieferanten im Rahmen seiner Kenntnisse, Erfahrungen und Möglichkeiten bereit, die Prüfungen mit ihm zu erörtern, um den jeweils erforderlichen Stand der Prüftechnik zu ermitteln. Darüber hinaus wird der Besteller den Lieferanten auf Wunsch über die einschlägigen Sicherheitsvorschriften informieren.
     
  3. Der Lieferant hat darüber hinaus die ERICH JAEGER-Qualitätssicherungsvorschrift "Sicherheitsdokumentation, Dokumentation von Qualitätsnachweisen" zu erfüllen, insbesondere in besonderen Aufzeichnungen festzuhalten, wann, in welcher Weise und durch wen die Liefergegenstände geprüft worden sind und welche Resultate die geforderten Qualitätstests ergeben haben. Die Prüfungsunterlagen sind zehn Jahre aufzubewahren und dem Besteller bei Bedarf vorzulegen. Vorlieferanten hat der Lieferant im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten im gleichen Umfang zu verpflichten. Soweit nicht in der ERICH JAEGER-Qualitätssicherungsvorschrift abweichend geregelt wird, als Anleitung auf die VDA-Schrift "Dokumentationspflichtige Teile bei Automobilherstellern und deren Zulieferanten - Durchführung der Dokumentation", Frankfurt am Main (neuste Ausgabe), hingewiesen. Die Dokumentationspflicht gilt für alle Liefergegenstände, wenn sie nicht vereinbarungsgemäß davon ausgenommen sind.
     
  4. Soweit Behörden, die für die Kraftfahrzeugsicherheit, Abgasbestimmungen o.ä. zuständig sind, zur Nachprüfung bestimmter Anforderungen Einblick in den Produktionsablauf und die Prüfungsunterlagen des Bestellers verlangen, erklärt sich der Lieferant auf Bitten des Bestellers bereit, ihnen in seinem Betrieb die gleichen Rechte einzuräumen und dabei jede zumutbare Unterstützung zu geben.

 

X. Gewährleistung

  1. Bei Lieferung fehlerhafter Ware ist vor Beginn der Fertigung (Bearbeitung oder Einbau) zunächst dem Lieferanten Gelegenheit zum Aussortieren sowie Nachbessern oder Nachliefern zu geben, es sei denn, dass dies dem Besteller unzumutbar ist. Kann dies der Lieferant nicht durchführen, oder kommt er dem nicht unverzüglich nach, so kann der Besteller insoweit vom Vertrag zurücktreten sowie die Ware auf Gefahr des Lieferanten zurückschicken. In dringenden Fällen kann er nach Abstimmung mit dem Lieferanten die Nachbesserung selbst vornehmen oder durch einen Dritten ausführen lassen. Hierdurch entstehende Kosten trägt der Lieferant. Wird die gleiche Ware wiederholt fehlerhaft geliefert, so ist der Besteller nach schriftlicher Abmahnung bei erneut fehlerhafter Lieferung auch für den nicht erfüllten Lieferumfang zum Rücktritt berechtigt.
     
  2. Wird der Fehler trotz Beachtung der Verpflichtung gemäß Abschnitt IV (Mängelanzeige) erst nach Beginn der Fertigung festgestellt, kann der Besteller über die Regelung in Abschnitt X Ziff. 1 hinaus unter Beachtung von Abschnitt VII Ziff. 3 auch Schadensersatz für Mehraufwendungen verlangen.
     
  3. Dem Lieferanten sind die von ihm zu ersetzenden Teile auf Verlangen und auf seine Kosten vom Besteller unverzüglich zur Verfügung zu stellen.
     
  4. Die Gewährleistung endet mit Ablauf von 12 Monaten seit Fahrzeugerstzulassung oder Ersatzteile-Einbau, spätestens jedoch nach Ablauf von 32 Monaten seit Lieferung an den Besteller.
     
  5. Gewährleistungsansprüche entstehen nicht, wenn der Fehler zurückzuführen ist auf Verletzung von Bedienungs-, Wartungs- und Einbauvorschriften, ungeeignete oder unsachgemäße Verwendung, fehlerhafte oder nachlässige Behandlung und natürlichen Verschleiß sowie vom Besteller oder Dritten vorgenommene Eingriffe in den Liefergegenstand.
     
  6. Soweit im Vorstehenden nicht abweichend geregelt, richtet sich die Gewährleistung nach den gesetzlichen Vorschriften. Zugesicherte Eigenschaften müssen ausdrücklich schriftlich im einzelnen als solche bezeichnet werden.

Die Rechtsbeziehungen zwischen Lieferant und Besteller richten sich nach diesen Bedingungen und etwaigen sonstigen Vereinbarungen. Änderungen und Ergänzungen bedürfen der Schriftform. Andere Allgemeine Geschäftsbedingungen gelten auch dann nicht, wenn ihnen im Einzelfall nicht ausdrücklich widersprochen wurde.

 

XI. Haftung

Soweit nicht an anderer Stelle dieser Bedingungen eine andere Haftungsregelung getroffen ist, ist der Lieferant nur wie folgt zum Ersatz des Schadens verpflichtet, der dem Besteller unmittelbar oder mittelbar infolge einer fehlerhaften Lieferung, wegen Verletzung behördlicher Sicherheitsvorschriften oder aus irgendwelchen anderen, dem Lieferanten zuzurechnenden Rechtsgründen entsteht.

  1. Die Schadensersatzpflicht ist grundsätzlich nur gegeben, wenn den Lieferanten ein Verschulden an dem von ihm verursachten Schaden trifft.
     
  2. Wird der Besteller aufgrund verschuldensunabhängiger Haftung nach Dritten gegenüber nicht abdingbarem Recht in Anspruch genommen, tritt der Lieferant gegenüber dem Besteller insoweit ein, wie er auch unmittelbar haften würde. Für den Schadensausgleich zwischen Besteller und Lieferant finden die Grundsätze des § 254 BGB entsprechende Anwendung. Dies gilt auch für den Fall einer direkten Inanspruchnahme des Lieferanten.
     
  3. Die Ersatzpflicht ist ausgeschlossen, soweit der Besteller seinerseits die Haftung gegenüber seinem Abnehmer wirksam beschränkt hat. Dabei wird der Besteller bemüht sein, Haftungsbeschränkungen in rechtlich zulässigem Umfang auch zugunsten des Lieferanten zu vereinbaren.
     
  4. Ansprüche des Bestellers sind soweit ausgeschlossen, wie der Schaden zurückzuführen ist auf dem Besteller zuzurechnende Verletzungen von Bedienungs-, Wartungs- und Einbauvorschriften, ungeeignete oder unsachgemäße Verwendung, fehlerhafte oder nachlässige Behandlung, natürlichen Verschleiß oder fehlerhafte Reparatur.
     
  5. Für Maßnahmen des Bestellers zur Schadensabwehr (z. B. Rückrufaktion) haftet der Lieferant, soweit er rechtlich verpflichtet ist.
     
  6. Der Besteller wird den Lieferanten, falls er diesen nach den vorstehenden Regelungen in Anspruch nehmen will, unverzüglich und umfassend informieren und konsultieren. Er hat dem Lieferanten Gelegenheit zur Untersuchung des Schadensfalls zu geben. Über die zu ergreifenden Maßnahmen, insbesondere bei Vergleichsverhandlungen, werden sich die Vertragspartner abstimmen.
     
  7. Die in Abschnitt VII. Ziffern 1 und 3 aufgestellten Grundsätze sind entsprechend anzuwenden, insoweit keine oder keine ausreichende Versicherung des Lieferanten besteht.

 

XII. Schutzrechte

  1. Der Lieferant haftet für Ansprüche, die sich bei vertragsgemäßer Verwendung der Liefergegenstände aus der Verletzung von Schutzrechten und Schutzrechtsanmeldungen (Schutzrechte) ergeben, von denen mindestens eines aus der Schutzrechtsfamilie entweder im Heimatland des Lieferanten, vom Europäischen Patentamt oder in einem der Staaten Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Österreich oder USA veröffentlicht ist.
     
  2. Die Zahlung erfolgt durch Überweisung.
     
  3. Bei fehlerhafter Lieferung ist der Besteller berechtigt, die Zahlung wertanteilig bis zur ordnungsgemäßen Erfüllung zurückzuhalten.
     
  4. Der Lieferant ist ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Bestellers, die nicht unbillig verweigert werden darf, nicht berechtigt, seine Forderungen gegen ihn abzutreten oder durch Dritte einziehen zu lassen. Bei Vorliegen von verlängertem Eigentumsvorbehalt gilt die Zustimmung als erteilt.
     
  5. Die Vertragspartner verpflichten sich, sich unverzüglich von bekanntwerdenden Verletzungsrisiken und angeblichen Verletzungsfällen zu unterrichten und sich Gelegenheit zu geben, entsprechenden Ansprüchen einvernehmlich entgegenzuwirken.
     
  6. Der Lieferant ist ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Bestellers, die nicht unbillig verweigert werden darf, nicht berechtigt, seine Forderungen gegen ihn abzutreten oder durch Dritte einziehen zu lassen. Bei Vorliegen von verlängertem Eigentumsvorbehalt gilt die Zustimmung als erteilt.
     
  7. Die in Abschnitt VII. Ziffern 1 und 3 enthaltenden Grundsätze zur Haftungsbegrenzung sind entsprechend anzuwenden.

 

XIII. Fertigungsmittel, Verwendung von Fertigungsmitteln und vertraulichen Angaben des Bestellers

  1. Der Besteller erwirbt an Modellen, Matrizen, Schablonen, Mustern, Werkzeugen und sonstigen Fertigungsmitteln (Fertigungsmittel), die er ganz oder teilweise bezahlt, seinem Finanzierungsbeitrag entsprechend Allein- oder Miteigentum. Die Übergabe wird durch ein Verwahrungsverhältnis ersetzt, welches den Lieferanten bis auf weiteres zum Besitz berechtigt. Der Lieferant trägt die Kosten der Instandhaltung und Erneuerung sowie die Gefahr des Untergangs und der Verschlechterung. Ohne vorherige schriftliche Zustimmung dürfen die Fertigungsmittel des Bestellers weder vernichtet noch veräußert, verpfändet oder weitergegeben werden noch darf sonst wie über sie verfügt werden.
     
  2. Fertigungsmittel, ebenso vertrauliche Angaben, die dem Lieferanten vom Besteller zur Verfügung gestellt, oder von ihm voll bezahlt werden, dürfen nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung des Bestellers für Lieferungen an Dritte verwendet werden.

 

XIV. Eigentumsvorbehalt

  1. Stellt ein Vertragspartner seine Zahlungen ein oder wird das Konkursverfahren über sein Vermögen oder ein gerichtliches oder außergerichtliches Vergleichsverfahren beantragt, so ist der andere berechtigt, für den nicht erfüllten Teil vom Vertrag zurückzutreten.
     
  2. Sollte eine Bestimmung dieser Bedingungen und der getroffenen weiteren Vereinbarungen unwirksam sein oder werden, so wird dadurch die Gültigkeit des Vertrages im übrigen nicht berührt. Die Vertragspartner sind verpflichtet, die unwirksame Bestimmung durch eine ihr im wirtschaftlichen Erfolg möglichst gleichkommende Regelung zu ersetzen.
     
  3. Es gilt ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland, soweit nicht etwas anderes vereinbart ist. Die Anwendung des Übereinkommens der Vereinten Nationen vom 11. April 1980 über Verträge über den internationalen Warenkauf ist ausgeschlossen.
     
  4. Erfüllungsort ist der Sitz des Bestellers. Für die Lieferung kann etwas anderes vereinbart werden

 

Teil B Betriebsmittel, Hilfs- und Betriebsstoffe

Für den Bezug von Betriebsmitteln, Hilfs- und Betriebsstoffen gelten in entsprechender Anwendung die Bestimmungen des Teils A, ergänzt und geändert durch die nachstehenden Bestimmungen.

 

VI. Lieferung, Liefertermine und -fristen, Lagerhaltung und Weiterbelieferung

Abschnitt VI. des Teils A wird erweitert:

2.
a) Sofern in der Bestellung vorgesehen, berichtet der Lieferant alle 4 Wochen schriftlich über den Stand der Arbeiten und reicht dem Besteller das Formblatt "Projekt-Terminplan" ausgefüllt ein. Projektbesprechungen sind zu protokollieren. Die Vorabnahme und die Betriebsabnahme erfolgen zu den vereinbarten Terminen. Das gemeinsam erstellte Vorabnahmeprotokoll dient dem Lieferanten als Grundlage für weitere Arbeiten zur Vertragserfüllung. Bei Produktionsmaschinen setzt die Vorabnahme voraus, dass die in der Bestellung genannte Mindestzahl qualitativ einwandfrei unter Serienbedingungen gefertigter Werkstücke vorliegt. Bei Maschinen und Anlagen setzt die Betriebsabnahme voraus, dass vier Wochen einwandfreier Betrieb unter Serienbedingungen stattgefunden hat sowie alle übrigen vertraglichen Leistungen erfüllt sind. Die Kosten der Abnahme, insbesondere im Falle der Wiederholung, trägt der Lieferant.

b) Zur Einweisung des Bedienungspersonals des Bestellers stellt der Lieferant ohne besondere Vergütung ausreichendes eigenes Personal zur Verfügung.

c) Der Lieferant setzt den Besteller in die Lage, den Liefergegenstand ordnungsgemäß zu warten. Falls Wartung durch Personal des Bestellers nicht möglich oder sinnvoll ist, hat der Lieferant einen Wartungsvertrag mit angemessenen Bedingungen anzubieten oder zu vermitteln.

d) Der Lieferant hat auf seine Kosten eine Transportversicherung abzuschließen. Auf Wunsch des Bestellers hat er den Nachweis über den Abschluss der Versicherung zu führen.

e) Die Verpackung muss den Anforderungen des zu versendenden Gutes unter Beachtung von Transportmittel, Reiseweg und -dauer, Bestimmungsland und -ort, etwaiger Lagerungen und Nachreisen entsprechen. Der Besteller hat das Recht, dem Lieferanten Einzelheiten der Verpackung vorzuschreiben.

 

VII. Lieferverzug

Abschnitt VII. Ziff. 1 Satz 2 des Teils A entfällt.

 

X. Gewährleistung

  1. Der Lieferant leistet Gewähr dafür, dass der Liefergegenstand nicht mit Fehlern behaftet ist, die den Wert oder die Tauglichkeit zu dem gewöhnlichen oder dem nach dem Vertrage vorausgesetzten Gebrauch aufheben oder mindern, und dass der Liefergegenstand die zugesicherten Eigenschaften hat.
     
  2. Die Erfüllung der Gewährleistung erfolgt nach Wahl des Lieferanten durch Nachbesserung oder Nachlieferung auf seine Kosten. Werden die vereinbarten Leistungsdaten des Liefergegenstandes nicht erreicht, ist der Besteller berechtigt, Nachbesserung auch durch Umbau zu verlangen. Der Lieferant trägt auch die zum Zwecke der Nachbesserung oder Nachlieferung erforderlichen Aufwendungen, insbesondere Transport-, Wege-, Arbeits- und Materialkosten. Der Besteller ist jedoch auch berechtigt, den Liefergegenstand trotz eines Fehlers zu übernehmen und den Lieferpreis entsprechend zu mindern.
     
  3. Falls der Lieferant seine Gewährleistungsverpflichtung nicht innerhalb angemessener Frist erfüllt, ist der Besteller berechtigt, den Mangel auf Kosten des Lieferanten zu beseitigen oder beseitigen zu lassen oder Rückgängigmachung des Vertrages oder Herabsetzung der Vergütung und jeweils Schadensersatz zu verlangen.
     
  4. Geringfügige Mängel kann der Besteller sofort auf Kosten des Lieferanten beseitigen oder beseitigen lassen. Über Art und Umfang dieser Mängel und die ausgeführten Instandsetzungsarbeiten übersendet der Besteller einen Bericht.

    a) Die Gewährleistung für Betriebsmittel endet mit Ablauf von 12 Monaten bei Zweischichtbetrieb und 24 Monaten bei Einschichtbetrieb, jeweils seit Betriebsabnahme, für Hilfs- und Betriebsstoffe mit Ablauf von 12 Monaten seit Lieferung. Mängelrügen hemmen die Verjährung der Gewährleistungspflicht, solange nicht Lieferant oder Besteller Meinungsverschiedenheiten als endgültig nicht beilegbar erklären. Jede Mängelbeseitigung setzt für den betroffenen Teil des Liefergegenstandes die Verjährungspflicht erneut in Gang.

 

Versandanschriften, soweit nicht anders vereinbart:

Erich Jaeger GmbH + Co. KG
Strassheimer Strasse 10
D-61169 Friedberg

(Erfolgt die Anlieferung der bestellten Waren in einem anderen als vom Besteller bezeichneten Werk, so trägt der Lieferer die uns hieraus entstehenden Mehrkosten.)

 

Erich Jaeger GmbH + Co. KG  ·  Strassheimer Strasse 10  ·  61169 Friedberg  ·  Germany
Tel. +49 (0) 6031-7940  ·  info @ erich-jaeger.de

Kommanditgesellschaft Sitz Friedberg.
Registergericht Friedberg HRA 1501.
Persönlich haftende Gesellschafterin: JAEGER Verwaltungs GmbH, Sitz Friedberg.
Registergericht Friedberg HRB 5779.
Geschäftsführer: Wolfgang Wiese